Fakten-Check: Die Gegenargumente der Umgehungsgegner

Die Umgehungsgegner sprechen sich deutlich gegen die Umgehung aus. Wer so strikt gegen eine Umgehungsstraße ist, hat dann ein tragfähiges Alternativkonzept zur Hand, so denkt man. Im Faktencheck nehmen wir das ,,Alternativkonzept" der Umgehungsgegner unter die Lupe. 

 

Seit Jahren wird es in Uttenreuth / Weiher verkehrstechnisch immer enger. Das permanent steigende Verkehrsaufkommen hat die Staatsstraße 2240 über seine Kapazitätsgrenzen (15.960 Fahrzeugen / Tag geplant) hinausgebracht. Die Staus und langen Autoschlangen kennt jeder. Die gesetzlichen Lärmgrenzwerte sind bei weitem überschritten, Abgase belasten die Uttenreuther / Weihrer Bürger täglich! Dass hier dringender Handlungsbedarf ist, bestreiten selbst die Umgehungsgegner nicht. Sie haben in ihren Informationsmedien sogenannte ,,Alternativkonzepte" die ,,moderner" und ,,effektiver" sein sollen, als die schon seit 40 Jahren im Gespräch stehende Umgehungsstraße. Dann schauen wir uns diese ,,Alternativkonzepte" einmal näher an.

 

 

Umwelt- und Naturzerstörung

 

Behauptung der Umgehungsgegner:

,,Die Umgehung verursacht großflächige Zerstörung von Natur und wichtigen Naherholungsgebieten von Uttenreuth / Weiher und ist ökologisch bedenklich".

 

Das sagen die Fakten:

 

- Der Eingriff in die Natur ist allen Umgehungsbefürwortern bewusst. Hier ist es uns selbst wichtig eine Balance zwischen dem Gesundheitsschutz des Menschen und dem Lebensraum für Tier und Pflanzen zu finden.

 - Den Umgehungsbefürwortern liegt es selbst am Herzen, dass die Eingriffe in die Natur durch die Umgehungsstraße so schonend wie möglich vorgenommen werden und die Beeinträchtigungen von Flora und Fauna auf ein notweniges Minimum reduziert werden.

- Die hierfür notwendigen Maßnahmen können jederzeit in die Umgehungsplanung aufgenommen werden (z.B. spezielle Artenschutzgutachten, Lärmschutzmaßnahmen etc.)

- Von einer ,,großflächigen" Naturzerstörung kann keine Rede sein. Aus dem Munde der Umgehungsgegner könnte man zu der Ansicht kommen, mit der Umgehungsstraße würde quadratkilometerweise Natur einplaniert. Dem ist überhaupt nicht so.

 

 

Alternatives Verkehrskonzept der Gegner

 

Behauptung der Umgehungsgegner:

,,Wir haben das bessere, modernere Verkehrskonzept"

 

Das sagen die Fakten:

 

- Außer kläglichen Allgemeinplätzen wie Elektroautos, Fahrrädern, Anpassung von Ampelschaltungen und Stärkung des ÖPNV etc. waren die Gegner nicht in der Lage, ein tragfähiges Konzept vorzulegen, dass den Verkehr in Uttenreuth und Weiher wirksam entlasten kann.

- Die Umgehungsgegner behaupten immer wieder, dass Sie den steigenden Verkehr mit intelligenten Verkehrskonzepten zu Leibe rücken wollen. Passiert ist nichts. Seit Jahrzehnten Fehlanzeige! Einige Ansätze hiervon waren die STUB (Stadt-Umland-Bahn) die in Uttenreuth und Weiher mit einer deutlichen Mehrheit von 61 % abgelehnt worden ist. Im Landkreis Erlangen-Höchstadt waren es 57 % Ablehnung. Auch der immer wieder neu aufkommende Vorschlag von Lärmmindernde Fahrbahnbeläge die weder den Verkehr reduzieren noch eine Verbesserung der Anwohner der Staatsstraße mit einer Abgasreduzierung bedeutet.

- Kein auch noch so ,,intelligentes" Verkehrskonzept wird den steigenden Verkehr in Uttenreuth / Weiher reduzieren. Der Verkehr löst sich eben nicht an der Ampel in Luft auf. Dies kann nur effektiv durch eine Umgehungsstraße erreicht werden!

 

 

 Entlastung von Bürgern / Verkehr

 

Behauptung der Umgehungsgegner:

,,Die Umgehungsstraße entlastet nur wenige und belastet viele"

 

Das sagen die Fakten:

 

- Ein Drittel weniger Fahrzeuge (vor allem weniger Lkw) durch die Umgehungsstraße reduziert den Lärmpegel und die gesundheitsschädlichen Abgase in den Ortschaften Uttenreuth / Weiher um mehr als die Hälfte.

- Eine Umgehungsstraße ist nach Ansicht der Umgehungsgegner ein sog. Lkw-Magnet und würde mehr Verkehr anziehen. Dieser Fakt ist aus der Luft gegriffen und falsch. Lkws fahren ob eine Umgehungsstraße besteht oder nicht genauso viel um Mautkosten einzusparen nur dann nicht mehr durch die bewohnten Ortschaften!

- Die damaligen Häuslebauer und auch die Bewohner der anderen Wohngebiete haben vor dem Grundstückskauf von der Umgehungsstraße in naher Zukunft gewusst - und trotzdem gekauft.

 

 

 Schleichwege / mehr Verkehr durch Umgehung

 

Behauptung der Umgehungsgegner:

,,Der Verkehr würde durch eine Umgehungsstraße zunehmen"

 

Das sagen die Fakten:

 

- Rund ein Drittel der Verkehrsteilnehmer und vor allem der Schwerverkehr würde somit eine Umfahrung nutzen.

- Der Verkehr aus den Ortschaften Uttenreuth und Weiher wird durch die Entlastung wieder flüssiger, Schleichwege werden dadurch überflüssig.

- Kein Autofahrer oder Lkw kommt auf die Idee, Schleichwege durch 30 km/h-Zonen mit Rechts- vor Links-Verkehr zu nutzen.

- Behauptungen der Umgehungsgegner dass der Verkehr in Wohngebieten und auf der Hauptstraße durch eine Umgehung zunehmend wird, sind schlichtweg erfunden und durch nichts belegt!

 

 

 Fazit:

 

Letztendlich wird anhand der Mischung aus Unwahrheiten und Verdrehungen von Fakten deutlich: Die Politik hat es nicht geschafft, in den letzten Jahrzehnten ein tragfähiges Konzept zur Entlastung der Staatsstraße 2240 Uttenreuth / Weiher zu entwickeln, obwohl schon seit Jahren dringender Handlungsbedarf klar ist. Statt dessen müssen Bürger wie wir die Politik erinnern, dass es durchaus machbare und wirkungsvolle Konzepte gibt, die die Verkehrssituation und die Gesundheit der Bürger entlasten könnte. Um sich dies nicht eingestehen zu müssen, versucht die Politik im Gewand der Umgehungsgegner den fundierten Vorschlag einer Südumgehung mit allen Mitteln zu torpedieren. Dabei wird vor falschen Behauptungen nicht zurückgeschreckt.